Neue Spaner-Kreissägen-Rundlauflinie
Nach dem Brand und der Entscheidung für den raschen Wiederaufbau wurde schließlich auf der „Ligna 2007“ der Auftrag für eine Spaner-Kreissägen-Rundlauflinie mit Nachschnitt-Kreissäge und Besäumanlage an Linck in Oberkirch vergeben. Dies auch, weil man bei Feidt schon seit längerem mit diesem Sägewerksausrüster eng zusammengearbeitet hatte. Aus der vorhergehenden Anlage existierte noch als eine der wenigen Maschinen eine Blockbandsäge, die in die neue Anlage integriert wurde.
Als Besäumanlage kommt eine „Optimes“ von EWD zum Einsatz. Dies ist übrigens das erste Linck-EWD-Projekt nach der Übernahme von EWD durch Linck.
Eingeschnitten wird Stock oder Zopf voraus gemischt. Weiter können Model, Blöcke und Platten von der vorgeschalteten Blockbandsäge bis zu Breiten von maximal 650 mm verarbeitet werden. Dort werden auch stärkere Rundhölzer bis 100 cm Durchmesser eingeschnitten.
Der Vorschub erfolgt mit Geschwindigkeiten von 30 bis 100 m/min und ist frequenzgeregelt. Am Spaner werden im ersten Durchlauf aus dem Rundholz ein Model und bis zu sechs Seitenbretter produziert. Im zweiten Durchlauf erfolgt das Auftrennen der Model zu Kanthölzern ein- bis dreistielig und bis zu sechs Stück Seitenware.
Die Seitenware wird über einen Separierförderer separiert und der Besäumanlage „Optimes 2000“ zugeführt. Dort werden die Bretter ein- bis dreistielig besäumt. Die erzeugten Kanthölzer werden mit einer von Linck neu entwickelten Doppelwellenkreissäge vom Typ „CSMK225-A1“ zu Palettenware aufgetrennt. Die Standard-Schnittware geht direkt nach dem zweiten Durchlauf zur neuen Schnittholz-Sortier- und Stapelanlage, die von Springer France geliefert wurde. Die Anlage verfügt über 27 Sortierboxen.
Verarbeitet wird dort Schnittware in Stärken von 15 bis 100 mm, Breiten zwischen 50 und 280 mm und Längen von 1,5 bis 5 m mit bis 150 Stück je min. Die Stapelanlage ist ausgelegt auf Leistungen bis zu 17 Lagen je min.
Die Anlage für die komplette Restholz-Entsorgung wurde von Vecoplan geliefert. |