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Gefragter Kreissägenschnitt [Holzkurier 15/2005]
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 Gefragter Kreissägenschnitt [Holzkurier 15/2005]
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mit Diagonalausrichtung und Seitenbrettoptimierung
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Die beiden Geschäftsführer Stefan und Hannes Theurl (v. li.) FOTOS: KANZIAN, GRAFIK: LINCK
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Kreissägengeschnittene Ware und das Konzept von Linck, Oberkirch/DE, hat uns überzeugt, in eine Profilierlinie zu investieren“, berichten die beiden Geschäftsführer Stefan und Hannes Theurl vom Sägewerk Theurl, Assling. Zwei mal optimiert. „Theurl hat sich für die Profiliertechnik mit integrierten Optimierungskomponenten im Nachschnitt entschieden. Es wurde erstmalig ein neues Nachschnittkonzept verwirklicht, das zwei Optimierungssysteme – die diagonale Modelausrichtung in Kombination mit der flexiblen Seitenware-Optimierung – in sich vereint. Neue Entwicklungen bei Mess- und Servotechnik haben diesen Schritt ermöglicht. Exakte Messergebnisse einer 3D-Messung und kurze Reaktionszeiten der Ausricht- und Positionierstellwerke zeichnen in Verbindung mit einem Softwareprogramm diese Optimierungsform aus“, erläutert Planungsingenieur Walter Pertschy. „Dadurch, dass bei uns in der Gegend starkes Holz anfällt, waren wir sehr lange ein reiner Bandsägenbetrieb. Kreissägengeschnittene Ware wurde aber immer stärker nachgefragt“, so Stefan Theurl. Einschalten und produzieren. „Linck ist ein Top-Unternehmen. Die Vorbereitung, Montage und Nachbetreuung war sehr professionell. Die Inbetriebnahme war mit 23. August 2004 festgelegt. Wir haben zum Termin die Linie eingeschalten und sie ist problemlos gelaufen“, freut sich Hannes Theurl, der für die Technik und den Rundholzeinkauf zuständig ist. Vor allem von der Elektronik zeigen sich die Geschäftsführer begeistert. Gesamtanlage aufgerüstet. Im Zuge des Umbaus wurden auch die Sägezubringung und die nachfolgende Springer-Sortieranlage für den größeren Holzdurchsatz aufgerüstet. Diese Investition wurde neben einer Verbesserung der Schnittqualität und der Vereinfachung der technischen Abläufe im Sägebetrieb auch mit Sicht auf einen höheren Jahreseinschnitt getätigt. Der Einschnitt wird von jährlich 140.000 fm auf 220.000 fm gesteigert. Um das zusätzlich benötigte Rundholz macht man sich keine Gedanken, die Versorgung ist gut. „Wir verarbeiten feinjähriges Rundholz, das im 100 km-Umkreis eingekauft wird“, so Hannes Theurl. Haupt- und Seitenware optimiert. „Die Hauptwarenausbeute ist bis zu 10% gestiegen.Weiters erhalten wir 100% scharfkantige Hauptware“, erläutert Stefan Theurl. Stämme von12 bis 50 cm Zopfdurchmesser werden verarbeitet. Stärkeres Rundholz wird auf der Blockbandsäge eingeschnitten. Die Sägezubringung ist auf bis zu 20 Stück pro Minute ausgelegt. Der Vorschub beträgt 40 bis 110m/min. Auf der Anlage wird Zopf voraus eingeschnitten. Mit dem 3D-Scanner von Microtec, Brixen/IT und Linz, wird das Rundholz vermessen. |
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Bediener hat die Profilierspanerlinie auf 13 Bildschirmen gut im Überblick
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Querförderer dient auch als Pufferzone der Model, bevor sie Nachschnitt zugeführt werden
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Symmetrische oder asymmetrische Ausrichtung des Models
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Doppelwellen-Kreissäge mit einer maximalen Schnitthöhe von 325 mm
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Höhere Ausbeute. Der Linck-Nachschnittspaner erzeugt aus Modeln schnittbildkonforme, waldkantige Kanthölzer. Diese werden auf der anschließenden Fräs-Sägemaschinen-gruppe aufgetrennt. „Das besondere an dieser Produktions-Linie ist, dass durch die Lageoptimierung des Models und durch die Optimierung des Seitenware-Ein-schnittes vor der Nachschnittgruppe eine höhere Ausbeute erzielt werden kann“, so Pertschy. Vor dem Nachschnittspaner VM 30 werden die Model im Längsdurchlauf einzeln vermessen, lagerichtig im Einzug ausgerichtet und dem Spaner zugeführt. Die 3D-Messung erfasst dabei die Schnittflächenkontur der Modeldeckfläche sowie die relative Lage der Hautware zum Model und steuert über die Auswertelogik die optimale Modellage im Spanereinzug. Alternativ zur Mittigzentrierung werden unförmige Model mit Hilfe des Optimierungsprogramms auch asymmetrisch oder diagonal zur Maschinenachse so ausgerichtet, dass ein Volumenvorteil oder geringere Waldkantenanteile an Haupt- und Seitenware entstehen. Die Spanerscheiben können dabei von Stamm zu Stamm innerhalb der Holzlücke automatisch auf die errechnete Schnittposition verstellt werden. Flexible Profilieraggregate. Alternativ zur fixen Einstellung der Fräserposition für eine gleich bleibende Seitenwarenbreite und Lage bietet das neue Seitenware-Optimierungs-konzept die Möglichkeit, die Fräserposition nach den Optimierungskriterien von Stamm zu Stamm zu variieren. Dabei wird die Schnittflächenkontur des noch waldkantigen Kantholzes beidseitig mit Hilfe einer zweiten 3D-Messung erfasst und die Lage und Breite der Seitenware am Kantling über das Optimierungsprogramm neu bestimmt. Die Fräser werden je nach Brettlage und nutzbarer Brettbreite von Stamm zu Stamm ebenfalls neu positioniert. Eine anschließende Doppelwellen-Kreissäge mit einer maximalen Schnitthöhe von 325 mm trennt den profilierten Kantling gleichzeitig in Haupt- und Seitenware auf. Entscheidende Vorteile. Diese Einschnittmethode zeichnet sich durch mehrere entscheidende Vorteile aus: ●Erhöhung der Ausbeute bei Haupt- und Seitenware ●Optimierung nach einer maximalen Volumenausbeute oder maximalen Wertigkeit ●Knapper wählbare Durchmesser ●Minimierung der waldkantigen Haupt-und Seitenwareanteile ●Schnelle und präzise Werkzeugpositionierung ●variable Schnittbildgestaltung „Mit diesem Optimierungskonzept wird für jeden Stamm die geeigneteste Einschnittposition mit Volumenausbeute beziehungsweise Wertigkeit ermittelt“, erklärt Pertschy. Gesamtanlage visualisiert. Der Bediener bekommt auf 13 Videokameras und vier Bildschirmen die Anlage visualisiert. „Was nützt uns eine schnelle Linie, wenn wir mit der Entsorgung Probleme haben“, fragten sich die Geschäftsführer. Daher entschloss man sich auch die Restholzentsorgung zu erneuern. Diese stammt von Rudnick & Enners, Alpenrod/DE. 6 Mio. inklusive aller baulichen Veränderungen wurden für den Umbau investiert. Neue Weiterverarbeitung angedacht. Das angeschlossene Hobelwerk kann nun verstärkt mit eigener Ware beliefert werden. Seit Mai ist die Kraft-Wärme-Kopplung voll in Betrieb. Dadurch konnte die Wertschöpfung am Standort weiter erhöht werden. Für die elf Mühlböck-Trockenkammern steht somit genügend Wärme zur Verfügung. Als nächster Schritt ist eine Weiterverarbeitung geplant –in welche Richtung es genau gehen wird, überlegen die beiden Geschäftsführer noch. Guter Absatz, aber schlechte Zahlungsmoral. „2005 ist bis jetzt geprägt durch eher schlechte Zahlungsmoral, jedoch überraschend guten Absatz“, berichtet Stefan Theurl, der für den Verkauf zuständig ist.„Die Rundholzversorgung ist gut. Auch der Preisdruck auf die Seitenware hat sich gebessert. Eine deutliche Entspannung gegenüber dem Herbst ist erkennbar“, analysiert Stefan Theurl. Chancengleichheit von groß und mittel. „Ein mittlerer Betrieb hat die gleichen Chancen wie ein Großer“, sind sich die beiden Geschäftsführer einig. Um den vielen Kleinkunden in Italien gerecht zu werden, setzt Theurl auf ein großes Lager. „Die Kunden rufen heute an und möchten die Ware morgen geliefert haben“, beschreibt Stefan Theurl die vorherrschende italienische Mentalität. JK |
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Seitenware ist durch die optimierte Ausrichtung unterschiedlich breit
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Visualisierung der Linie: Darstellung des ausbeuteoptimalen Einschnittes je nach Schnittbild
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Model fährt in das Spaner-Aggregat VM 30 im Nachschnitt
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