
|
 |


|
|
>>
>>
>>
Produktvielfalt [Holz-Kurier Heft 23 vom 08.07.2006]
|
|
|
 Produktvielfalt [Holz-Kurier Heft 23 vom 08.07.2006]
|
|
Verkauf kann noch besser bedient werdenHolzkurier-Eigenbericht aus Oberachern/DE |
|

Erfolgreicher Projektabschluss: Keller, Baumann, Huber (v.li.) FOTOS: KANZIAN
|
|
Mit einem 10 Mio. - Investitionspaket hat Keller, Oberachern/DE, die Weichen für die Zukunft gestellt. Der Spezialist für den Frankreichmarkt will damit seine Markstellung weiter absichern.
Installiert wurde eine Linck-Profilierlinie, die in vier Baustufen montiert wurde. „Der Großteil der Arbeiten konnte in Betriebsurlauben oder an Wochenenden bewerkstelligt werden. Wir hatten in der Betriebszeit einen Stillstand von insgesamt nur vier Wochen“, erläutert der Geschäftsführer Dkfm. Christian Keller.
Technologie und räumliche Nähe. „Wir haben uns deshalb für Linck entschieden, weil wir von der Technologie überzeugt sind. Auch die räumliche Nähe – es sind nur 10 km zum Unternehmen in Oberkirch/DE – ist für uns ein großer Vorteil“, erklärt Keller.
Der erste Umbau erfolgte zum Jahreswechsel 2004/05. Die Rundholzbeschickung und der Vorschnittspaner VM 50 mit der Einzugsvorrichtung EV 50 wurden installiert. „Durch die Hochleistungsbeschickung sind Geschwindigkeiten von 50 bis 140 m/min möglich“, so Linck-Projektverantwortlicher Martin Huber.
Nach der Beschickung folgt ein Metallsuchgerät. Splitterhölzer oder Übergrößen werden anschließend in zwei Boxen ausgeschieden. Die 3D-Vermessung lieferte Microtec, Brixen/IT und Linz.
Der zweite Ausbauschritt, der 2005 realisiert wurde, umfasste die Steuerung der Nachschnittgruppe. Eine flexible Nachschnittsäge mit sechs verstellbaren Achsen steht zur Verfügung. Bei der Steuerung kommt eine Siemens S7 zur Anwendung.
Der dritte Umbauschritt erfolgte in den Sommer-Betriebsferien, wo die zweite Profiliergruppe mit zwei Fräsaggregaten sowie das Sägeaggregat und der Brettabscheider installiert wurde. „Die Bauzeit betrug drei Wochen, das sind jeweils Rekordbauzeiten, für das Demontieren der Altanlage, der Stahlunterbau sowie das Einbauen der neuen Anlagen“, freut sich Huber.
Die vierte Ausbaustufe war vom Umfang her die größte – so wurde die Drehvorrichtung nach dem Vorschnittspaner, der Nachschnittspaner, die 3D-Vermessung für die Seitenwarenoptimierung installiert. Es folgten die zwei Fräsaggregate und das Sägeaggregat für die Abtrennung der Seitenbretter sowie der Brettabscheider und die Drehvorrichtung. „Bei diesen hohen Geschwindigkeiten ist eine automatische Stammeindrehung absolut erforderlich“, so Huber. Acht Seitenbretter können produziert werden. Die Anlage ist bereits für den diagonalen Nachschnitt zur Erhöhung der Ausbeute vorgesehen.
Dieser Umbau erfolgte zum Jahreswechsel 2005/06. „Die Montage dauerte dreieinhalb Wochen, war somit eine halbe Woche früher als geplant fertig. Die Bauzeiten waren natürlich auch dank des Kunden möglich. Betriebsleiter Axel Baumann hat ein sehr gutes Projekt-Management aufgebaut“, so Huber.
Deutliche Mehrproduktion. Obwohl der Großteil des Umbaues 2005 stattfand, konnten wir in diesem Jahr mehr produzieren als 2004 – alleine das zeigt uns, dass wir alles richtig gemacht haben“, so Keller.
|
|

|
Visualisierung der Anlage und Blick auf den Hochgeschwindigkeitseinzug
|
Beschickt wird die Anlage mittels Fuchs-Bagger - Zopfdurchmesser von 11 bis 45 cm werden verarbeitet
|
|
|
|
Neueste Technologie: Vorschnittspaner VM 50 mit Einzugsvorrichtung EV 50
|
Bis zu 140 m/min Vorschubgeschwindigkeit, dies ermöglicht unter anderem die Drehvorrichtung DV 70
|
|
Im ersten Schritt ist die Anlage auf 400.000 fm/J ausgelegt. „Wenn die Rahmenbedingungen passen – also der Rundholzplatz optimiert und die Schnittholzsortierung adaptiert wird, sind durchaus auch 800.000 fm/J möglich“, erläutert Keller. „Sehr wichtig war für uns, die Produktion während des Umbaus aufrecht zu erhalten. Das Konzept stimmte und wir hatten einen kompetenten Partner für die Umsetzung. Wir haben bereits im März unsere geplanten Einschnittzahlen erreicht“, freut sich der Betriebsleiter.
Der Rundholzplatz wurde teilweise umstrukturiert, so stellte man im Vorjahr von Portalkran auf Fuchs-Bagger um und erhielt deutlich mehr Leistung. Lang- und Kurzholz-Rundholzplatz werden parallel gefahren.
Der mittlere Zopfdurchmesser beträgt 23 cm, der minimale liegt bei 11 cm, der maximale bei 45 cm. Längen von 3 bis 7,2 m können verarbeitet werden.
Gelungene Kooperation. „Keller ist ein sehr kooperativer Partner, bei dem wir auch Versuche fahren können“, freut sich Huber. „Maßgenauigkeit und Oberfläche der Schnittware sind mit der neuen Anlage sehr gut. Auch unsere Produktvielfalt konnten wir deutlich erhöhen. Die Schnittbilder für die Seitenware sind flexibler. Somit kann der Verkauf besser bedient werden“, zählt Baumann die weiteren Vorteile der Kaufentscheidung auf.
„Die technische Verfügbarkeit der Anlage liegt bei 93%. Das ist unsere Stärke“, so Huber. Baumann legt noch einen drauf und zeigt sich beeindruckt: „Wir haben Schichten mit 100%iger Verfügbarkeit.“
„Vor allem die Seitenbrettoptimierung war dringend notwendig“, so Baumann. Seine Begründung: „Wenn der Rohstoff billig ist, macht man sich weniger Gedanken. Bei den derzeitigen Einkaufspreisen wird die Ausbeute immer wichtiger.“
Wirtschaftlich gesehen ein Muss. Huber pflichtet ihm bei: „Wirtschaftlich gesehen, ist die Seitenbrettoptimierung ein Muss. Es rüsten immer mehr Betriebe nach, weil je nach Rundholz-Form eine deutliche Erhöhung der Ausbeute erreicht wird.“
Das Rundholz wird im 100 km-Umkreis eingekauft. „Wir haben derzeit kein Problem mit der Versorgung“, so Keller. Hauptverantwortlich für den Rundholzeinkauf ist Dipl. Forstwirt Stefan Ackermann.
Der Absatzmarkt ist ganz Europa, schwerpunktmäßig wird Frankreich, Großbritannien, die Benelux-Staaten und die Schweizbeliefert. Die Exportquote liegt zwischen 80 und 90%. Langfristig könnten auch die USA ein interessanter Markt werden, so Keller.
„Ziel der Investition war in erster Linie der Austausch der fast 20 Jahre alten Anlage, die technisch am Ende war. Als Anlagenkapazität waren von vornherein „nur“ 400.000 fm geplant. Durch die Zopfvorgaben und den Stand der Technik ergibt sich eine höhere Kapazität der Anlage. Erst nach der Investitionsentscheidung ergab sich die Möglichkeit des Geländekaufs, womit auch das Ausfahren der vollen Kapazität ermöglicht wurde.
In naher Zukunft ist auch ein Gleisanschluss geplant. Die vorhandenen Trockenkammern sollen weiter ausgebaut werden, da die Nachfrage ständig steigt. Auch das Hobelwerk soll erweitert werden.
Schlüsselfaktor motivierte Mitarbeiter. Vor allem auf seine motivierten Mitarbeiter ist Keller stolz. „Denn die guten Vorbereitungen und der reibungslose Betriebsablauf sind vom Personal abhängig“, erklärt der Geschäftsführer. JK
|
|

|
Nachschnittgruppe CSMK 285 A3/B3: sechs verstellbare Achsen und eine Horizontalkreissäge
|
Seitenbrett-Optimierung: ein wirtschaftliches Muss zur erhöhung der Ausbeute
|
|

|
|